Donnerstag, 22. Dezember 2016

Dreizehn wilde Weihnachtskerle


 Ich finde es immer schön, wenn man beim Lesen auch Neues über andere Länder, Kulturen oder Zeiten erfährt. In "Dreizehn wilde Weihnachtskerle" erfährt man, dass es in Island kaum Tannen oder Fichten gibt und daher auch keine Weihnachtsbäume mit Ausnahme des Rekjaviker Weihnachtsmarktes. Für die Geschenkeverteilung sind in Island die 13 kleinen Weihnachtskerle zuständig, die auch gerne hier und da einen Streich spielen. 

Im Buch haben diese 13 kleinen Kerle zwei isländischen Kindern einen Weihnachtsbaum versprochen. Und versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Und so brechen die 13 Kerlchen auf, um den schönsten Weihnachtsbaum für die Kinder zu beschaffen. Sie reisen als blinde Passagiere auf einem Schiff nach Hamburg. Dort lernen sie Malte und Antonia kennen und bitten sie um Hilfe. Und natürlich stellen sie auch jede Menge an, aber lange kann man ihnen nie böse sein.



Eine wunderschöne Geschichte, die in 24 Kapiteln erzählt wird. Man kann das Buch also auch gut als Adventskalenderbuch lesen, aber wir haben die Spannung nicht ausgehalten und wollten schneller wissen, wie es weitergeht. Das Buch beinhaltet auch viele kleine und größere farbige Illustrationen, die das Lesevergnügen abrunden. Von uns gibt es vollste Leseempfehlung für die 13 lustigen Kerlchen aus Island!


"13 wilde Weihnachtskerle" von Barbara van den Speulhof, erschienen bei Fischer KJB, toben auf 176 Seiten für kleine Leser ab 6 Jahren. Das Buch ist unter der ISBN 978-3737340670 für 14,99 EUR im Buchhandel erhältlich. 

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ein wunderbarer Weihnachtswunsch


Anja hat keine Geschwister und da sie in den Ferien oft einsam ist, wünscht sie sich einen Hund. Eines Tages findet sie ein verwaistes Rentierbaby, dass sie aufzieht und ein Jahr lang überall mitnimmt. Aber irgendwann heißt es Abschied nehmen. Aber wie so oft im Leben heißt es auch hier: wenn etwas geht, kommt auch etwas neues!

Das Buch besticht durch seine großformatigen und liebevollen Fotos, die eine wundervolle Atmosphäre schaffen. Man fühlt sich allein mit Anja und Ole in der wunderbaren und stillen Weite skandinavischer Landschaften, eine ganz andere Welt als wir sie hier in Deutschland erleben. Dieses Buch vereint auch mehrere Kinderträume: ein eigenes Tier aufziehen, einen Besuch beim Weihnachtsmann, viel viel Schnee und letztendlich die Erfüllung des größten Weihnachtswunsches.

Dienstag, 20. Dezember 2016

MacMotz und die rotzgrüne Zuckerwatte


Der Anfang der Geschichte ist traurig: ein Junge sitzt am Fenster und berichtet über seine ärmlichen Lebenumstände, z.B. das Bett, dass er sich mit seinen Brüdern teilt oder die Zuckerwatte, die es regelmässig zu essen gibt, da kein Geld für ordentliches Essen da ist. Und dann kommt ein Schwenk um 180 Grad zu MacMotz, der wirklich ein gieriger Mistkerl ist und von niemanden gemocht wird. Der Anfang des Buchs erinnert ein wenig an Charles Dickens Weihnachtsgeschichte.

Als MacMotz einen Brief bekommt, wird er nachdenklich und fragt seinen Diener, ob er ein guter Mensch sei. Als dieser dann mit der Wahrheit herausrücken muss, entwickelt sich ein Gespräch, in dem MacMotz sich wünscht, ein netter Mensch zu werden und Carl soll ihm helfen. Des weiteren erfährt man, dass MacMotz als Kind nie spielen durfte. Auch da hat er nun einigen Nachholbedarf und beschließt, ein Kind kaufen zu wollen. Dieses Kind soll ihm das Spielen beibringen.

Freitag, 9. Dezember 2016

Ritter Kahlbutz: Besuch aus der Vergangenheit


Es war einmal ein Ritter, der hatte Unrecht getan und wurde verflucht. Nach über 300 Jahren wurde er wieder zum Leben erweckt. Desorientiert versucht er seine Habseligkeiten wie Rüstung, Schwert, Ross und Goldschatz wiederzuerlangen. Dabei trifft er auf ungewöhnliches Gebahren und erschreckende Dinge wie z.B. verhexte kleine schwarze Kästen (=Handy). Nils, ein übergewichtiger Junge, der oft gehänselt wird, darf sein Knappe werden. Und er hat dann auch alle Hände voll zu tun, Katastrophen abzuwenden oder auch Gutes zu tun. Zusammen mit Marie, Sven und Toni hilft er dem Ritter, sich von seinem Fluch zu befreien.

Das Hörbuch von Dorothea Flechsig ist ein richtiger Glückstreffer. Die Geschichte ist sehr amüsant und ansprechend. Ritter Kahlbutz spricht in einem altertümlichen Deutsch, was dennoch gut zu verstehen ist. Der Sprecher Jaron Löwenberg macht seinen Job ausgezeichnet und ist die Idealbesetzung. Ich bin froh, dass ich mich hier für das Hörbuch entschieden habe, da Herr Löwenberg den Ritter mit seiner alten deutschen Sprache perfekt inszeniert. Auch alle anderen Figuren haben ihre eigene Stimme ohne dass es je übertrieben wirkt.

"Ritter Kahlbutz" wird ab 8 Jahren empfohlen, unser sechsjähriger Räuber hatte aber auch viel Spaß und konnte gut folgen.  Es ist eine Geschichte über Freundschaft, gegenseitigen Respekt und Toleranz, die wird gerne weiterempfehlen werden.

Als CD-Variante mit 3 CDs unter der ISBN 9783943030471 oder auch als Download ist "Ritter Kahlbutz" von Dorothea Flechsig, gesprochen von Jaron Löwenberg im Glücksschuh Verlag erschienen.

Mittwoch, 16. November 2016

Die Piratenschiffgäng. Der fiese Admiral Hammerhäd



Auf einer fernen Insel im Meer lebt Tim Buktu. Er wohnt in einem Fass, das ihm langsam zu klein wird und träumt davon, eines Tages mit der Molly Popper, dem schönsten Piratenschiff der Welt, davon zu segeln. Als eines Tage der Käpitän der Molly Popper ihn tatsächlich besucht, um ihn als Schreiber anzuheuern, scheint sein Traum in Erfüllung zu gehen. Ja wäre da nicht der fiese Admiral Hammerhäd!

Dienstag, 8. November 2016

Stinktier & Co - Gegen uns könnt ihr nicht anstinken





Wer von euch hätte denn gerne einen magischen Begleiter? Jemanden, der einen tröstet, mit dem man sich beratschlagen kann oder einfach nur zusammen irrsinnig viel Spaß hat. Sicher würde sich auch Zora darüber freuen, aber als sie am Morgen ihres 10. Geburtstags von einem kleinen frechen Stinktier geweckt wird, das ihr auch noch den ganzen Geburtstagskuchen wegfuttert, hält sich ihre Freude in Grenzen. Ein Stinktier? Mal ehrlich, wer findet das schon cool? 

Sonntag, 6. November 2016

Nominiert jetzt beim Lovelybooks Leserpreis!

Bei Lovelybooks ist es wieder soweit. Ab sofort kann man in verschiedenen Kategorien die besten Bücher des Jahres 2016 nominieren. Ich finde so etwas immer spannend und bin schon ganz neugierig, welche Bücher dieses Jahr das Rennen machen. Ich habe meine Nominierungen bereits abgegeben. Was sind eure heißen Tipps?


Nominiert jetzt beim LovelyBooks Leserpreis, damit eure Favoriten in die Abstimmrunde kommen!

Samstag, 5. November 2016

Kommissar Gordon. Doch noch ein Fall




Nach seinem letzten Fall hat Komissar Gordon sich eine längere Auszeit verordnet und Kommissarin Buffy hat die Polizeistation im Wald übernommen. Als sie nachts ein Kratzen hört, ist ihr die Sache doch zu unheimlich und sie holt Gordon zur Verstärkung zurück. Dieser ist hörbar froh, da er sich so langsam langweilt. Während sie sich unterhalten, werden sie auf die aufgeregte Kita-Gruppe aufmerksam, die etwas suchen. Schon bald erfahren sie, dass zwei Kitakinder verschwunden sind. Aufgeregt über diesen neuen brisanten Fall machen sich Gordon und Buffy ans Ermitteln. Über den ganzen schwebt immer die Angst, dass der Fuchs dahinter stecken könnte.

Montag, 31. Oktober 2016

Die Finstersteins. Wehe, wer die Toten weckt...

Fred ist kein beliebter Junge an seiner neuen Schule, eher ein Außenseiter. Sein einziger Freund ist Franz Ferdinand, ein genialer, aber ängstlicher Nerd. An dieser ungewöhnlichen Schule gibt es auch Orks als Mitschüler, die Fred und Franz mobben, wo sie nur können. Fred lebt zusammen mit seiner Mutter auf dem Friedhofsgelände. Öfter nimmt Fred ihr die Aufgabe der Abendrunde ab und kontrolliert auf seinen Rundgang eine Gruft nach der anderen. Eine Gruft hat es ihm dabei ganz besonders angetan: die Gruft der Finstersteins. Eines Tages siegt seine Neugierde und er betritt die Gruft.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht




Heute möchte ich euch ein Buch mit einem sehr langen Titel vorstellen: "Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht". Ja, der Titel ist sehr lang, aber er reimt sich und er macht neugierig. Ein geheimer Park? Und wer oder was ist Schabalu? Ist er gefährlich? Der Titel wirft Fragen auf, die auch gleich beantwortet werden wollen. Also muss man wohl zugreifen und loslesen.

Die drei Geschwister Jonathan, Kaja und Mo klettern über einen Zaun in einen alten verlassenen Vergnügungspark. Aber so still und verlassen ist er gar nicht. Die einst starren Figuren wie Dinosaurier, Holzindianer, Wahrsager, Gruselbahnfiguren oder Piraten sind alle zum Leben erweckt worden. Und so durchstreifen die Geschwister den Park durch die einzelnen Erlebniswelten und immer großer wird die Frage, wer ist Schabalu und wo ist er?

Montag, 24. Oktober 2016

Leon Reed: Zack ins Abenteuer

Sabine Kruber, die Autorin von Leon Reed, hat bei Lovelybooks 20 Bücher verlost und wir hatten Glück, eines davon zu gewinnen. Das Buch ist für 9-11 Jährige gedacht und so hatte ich vor, es zunächst alleine zu lesen und mit dem großen Räuber dann in etwa 1-2 Jahren. Aber ich hatte die Rechnung ohne den Räuber gemacht. Als er das Buch auf meinem Nachttisch entdeckt hat, wollte er sofort wissen "Mama, was ist das für ein Buch?" Das Cover hat ihn so angesprochen, dass er darauf bestanden hat, dass ich ihm das Buch vorlese. Und er hat bis zum Ende durchgehalten.

Das Cover bringt die magischen Elemente des Buchs gut zur Sicht und der Leser versucht unweigerlich die Wörter der Buchstabenschlangen zu entziffern. Im Buchladen sollte es auf jeden Fall das Interesse des potentiellen Käufers wecken.

Kommen wir nun zum Inhalt: Leon soll an einem Vorlesewettbewerb teilnehmen und tut sich mit dem zugeteilten Buch schwer. Stehen doch da Worte wie Schokoladenpapiereinwickelmaschine drin. Von einem verzauberten Füller wird er angelockt und verzaubert. Er kauft den Füller, der die schwierigen Wörter gierig aufsaugt und verschwinden lässt. Nur beschränkt sich das nicht auf das Buch, sondern alle Schriftzeichen verschwinden nach und nach. Wie gefährlich das ist, merkt Leon als er für seine Mutter ein Anti-Allergiemittel holen soll und sämtliche Etiketten leer sind. Mira, seine Schwester, hat als einzige frühzeitig die Gefahr des Füllers erkannt.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Liebster Award

Ich wurde von der lieben Ascari vom Leseratz Blog für den Liebster Award nominiert. Vielen Dank dafür! 


Da dies meine erste Nominierung für diesen Award ist, habe ich erstmal bei Ascari recherchiert, was dahintersteckt. Und die Regeln sind auch ganz einfach:

1. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dieser Blogger dir gestellt hat.
3. Nominiere 5 bis 11 Blogs, die du interessant findest und die weniger als 200 Follower haben.
4. Stelle den nominierten Bloggern deine 11 Fragen.

Kommen wir zu meinen Antworten auf Ascaris Fragen:

Mittwoch, 28. September 2016

Flätscher. Die Sache stinkt!




 

Flätscher, ein Stinktier, das im Hinterhof eines Nobelrestaurant in einem geheimen, aber vornehmen Versteck wohnt, frühstückt am liebsten Semmelknödel, die es in den Mülltonnen des besagten Restaurants findet. 

Eines Tag kommt, was kommen musste, Flätscher wird von Spitzenkoch Bode erwischt und kann sich nur mit der berüchtigten Stinktierabwehr befreien. 

Auf der Flucht landet er allerdings im Hosenbein von Theo, dem Sohn von Koch Bode. Als die beiden bemerken, dass sie einander verstehen können, schließen sie Freundschaft und gründen ein Detektivbüro. Der erste Fall lässt auch nicht lange auf sich warten. Im Restaurant taucht immer wieder ein Gast (in unterschiedlichen Verkleidungen) auf, der die Zeche prellt. Das sollte doch ein Klacks für den Meisterdetektiv Flätscher und seinen Assitenten Theo sein.


Flätscher ist frech und eingebildet, aber auch schlau und mit guten Instinkten gesegnet. Theo hingegen ist der blaße, schüchterne Außenseiter, der in Theo endlich einen Freund findet. Er gerät schnell ins stottern, aber ist auch nicht auf den Kopf gefallen. Und schließlich ist da auch noch Sekretärin Cloe und die O-Clique mit den Kellermäusen Olaf, Mo, Jo und Flo. Flätscher fühlt sich in seiner Ehre verletzt, dass keiner ihn als tolles Stinktier erkennt, sondern er als Katze, Hund, Ratte und einiges mehr tituliert wird. Mein großer Räuber fand diese Stellen immer besonders witzig, da man als Vorleser hier immer ganz viel Empörung in die Stimme legen kann. Die gewählten Charaktere kommen gut an, ebenso wie die vielen schönen Illustrationen. Die Farben sind eher dunkel-gedeckt, was aber super zum Hinterhof-Krimi und Detektiv-Genre passt.


Am Ende des Buch fragte ich den großen Räuber (6): „Hat dir das Buch gefallen?“

Großer Räuber: „Ja, sehr gut sogar.“

Räubermama: „Was hat dir denn am besten gefallen?“

Großer Räuber: „Die Stunkkanone, die Flätscher erfunden hat. Und wie er die Banditen erledigt hat.“

Räubermama: „Was ist deine Lieblingsfigur?“

Großer Räuber: „Flätscher. Der ist cool. Theo nicht so, aber der ist auch nett“ Nach einer kleinen Pause: „Der Theo ist so ein bisschen wie ich, so tollpatschig. Gibt es noch ein Buch von Flätscher?“


Diese Frage sagt dann wohl alles. Das Buch ist beim großen Räuber gut angekommen und er hofft, dass es bald einen zweiten Band geben wird. Flätscher und Theo können ihn jedenfalls schon riechen.


„Flätscher. Die Sache stinkt“ von Antje Szillat, illustriert von Jan Birck ist beim dtv erschienen, 128 Seiten stark und für 10,95 EUR unter der ISBN 978-3423761567 erhältlich.


Montag, 19. September 2016

Vegan Feiern - das neue Kochbuch von Mäggi Kokta

Ganz frisch auf dem Markt ist das neue Kochbuch von Mäggi Kokta zum Thema Vegan feiern. Nun ernähren wir uns hier zwar nicht vegan, aber ich habe einige vegane und vegetarische Kochbücher, aus denen ich gerne koche und ich suche immer nach leckeren Ideen, um unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Und so kam mir das Buch mit dem Untertitel "Köstliches Fingerfood, bunte Buffets und kreative Partyideen" gerade recht, um wieder ein paar neue Köstlichkeiten auf den Tisch des Räubernests zu bringen.



Aber kommen wir nun zum Buch selbst. Nach einem herzlichen Vorwort, grundlegenden HInweisen zur veganen Koch- und Backwelt sowie Tipps zum Kochen in großen Mengen kommt ein großer Rezeptteil, der in 6 Kategorien unterteilt wurde. 
  • Auf die Hand (Aufstriche und Fingerfood)
  • Auf die Töpfe, fertig, los (Suppen, Currys, Gulasch)
  • Die Stars auf jeder Party (Pizza, Strudel, Brot)
  • Partyfood in allen Formen (Bratling, Spieße, Gemüsevariationen)
  • Bunte und knackige Salatvariationen
  • Für die Naschkatzen (Dessert, Kuchen, Muffins)

Als abschließenden Teil macht Mäggi Vorschäge für einzelne Anlässe (z.B. Geburtstagsparty für Genießer, Mediterranes Sommerfest im Grünen, Picknick, Last-Minute-Fete) mit direkten Seitenangaben zu den vorgeschlagenen Rezepten. Dieses Kapitel ist sehr hilfreich zur Planung der Feier. Im abschließenden Anhang befindet sich u.a. eine Auflistung von glutenfreien und sojafreien Rezepten. 

Die meisten vorgestellten Rezepte haben eine Doppelseite für sich mit einem großen Bild und einer übersichtlichen Zutatenliste sowie Zubereitungsanweisung. Außerdem steuert Mäggi zu vielen Rezepten noch zusätzliche Tipps bei, sei es zu den Zutaten selbst oder auch mögliche Variationen. 

Die von uns getesteten Rezepte haben alle funktioniert, waren schnell zubereitet, es traten keine Fragen oder Probleme auf und das Resultat hat immer geschmeckt und sah auch immer aus, wie im Buch abgebildet.  Wenn man einen kleinen, aber wirklich nur kleinen Kritikpunkt anführen kann, dann das manchen Rezepten so der letzte Wow-Effekt fehlt, vielleicht ein überraschendes Gewürz oder ein interessantes Topping, dass aus einem guten Rezept ein  I-Can't-Stop-Rezept macht. Der Gestaltung des Buchs sieht man die viele Arbeit und das Herzblut, das hineingesteckt wurde, an. Alles ist genau durchdacht und in einer wunderbar einheitlichen Linie. 

Nun zu den von uns bisher getesteten Rezepten (die folgenden Fotos zeigen unsere Resultate):


Walnusssemmeln 


Dank Weinsteinbackpulver statt Hefe ist der Teig für die Brötchen ruckzuck zusammengerührt und auch schnell gebacken. 





Rosmarin-Erdäpfel mit Zucchini-Mayonnaise

Bei diesem Rezept konnte ich kaum aufhören zu essen: ganz simple und sooo gut!




Schwarzer Linsensalat "Black Angel"


Die Farben sind einfach der Knaller und der Salat ein optisches Highlight auf dem Tisch. Mein Mann hatte dann noch die Idee, einen Joghurt mit gehackter Minze anzurühren, was sich als perfekter Begleiter und Frischekick zum Salat herausstellte. 




Nussig-Fruchtige Mini-Muffin-Variation


Die kleinen Muffins waren schnell gemacht und schön saftig. Die Räuber haben sie mit allen möglichen Nüssen und Obststücken belegt. So war für jeden etwas dabei.



Traubenkuchen mit Mandelstreuseln

Mein bisheriges persönliches Backhighlight aus dem Buch! Leider war meine Form etwas kleiner als angegeben und es ist passiert, was passieren musste: der Teig ist beim Backen übergelaufen und hat die Form eingebacken. Das war aber nicht weiter tragisch, so konnte ich schon mal den übergebackenen Rand entfernen und direkt naschen, ohne auf die Kaffeezeit warten zu müssen. 



Ich hatte noch nie vorher vegan gebacken und konnte mir vorher nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Und ich war sehr überrascht wie einfach es dank Mäggis Anleitungen war. 


Hier habe ich euch noch den Link zu einer umfangreichen Leseprobe, die am Ende auf das Inhaltsverzeichnis mit allen enthaltenen Rezepten enthält: Leseprobe Vegan feiern

Das Buch "Vegan feiern" von Mäggi Kokta ist beim Löwenzahn-Verlag erschienen und für 19,90 EUR unter der ISBN 978-3-7066-2600-2 erhältlich.

Samstag, 10. September 2016

Die schönsten Geschichten von Paddington

Heute gibt es wieder etwas für die Ohren. Beim DAV-Verlag ist das Hörbuch „Die schönsten Geschichten von Paddington“ erschienen. Die CD beinhaltet folgende 6 Geschichten:

»Paddington«
»Paddington besucht die Königin«
»Paddington im Zoo«
»Paddington wird Gärtner«
»Paddington im Marmeladenlabyrinth«
»Paddington wird Maler«




In der ersten Geschichte erfährt der Hörer, wie die Familie Brown den Bären aus Peru am Bahnhof Paddington findet und er so zu seinem Namen kommt. Und so erlebt er in London mit Familie Brown, Mr Gruber und Mrs Bird seine Alltagsabenteuer. Die Geschichten sind unaufgeregt (also auch gänzlich ungruselig für zart besaitete Gemüter), aber schön zu hören, genau richtig für ganz kleine Hörer. Im Auto war es mucksmäuschenstill, weil die beiden Räuber (3,5 und 6, 5 Jahre alt) konzentriert gelauscht haben. Da es sich um mehrere Geschichten handelt, ist die CD auch perfekt für kürzere Fahrten. Mehr oder weniger im Mittelpunkt steht Paddingtons geliebte Marmelade, so werden im Zoo z.B. die Marmeladenbrote von diversen Tieren geklaut, für den Garten der Zement mit Orangenmarmelade eingefärbt oder im Labyrinth eine Marmeladenspur gekleckst.


Gelesen werden die Geschichten von Katharina Thalbach. Wenn man ihrer Stimme lauscht, hat man sofort das Bild der lieben vorlesenden Oma vor dem geistigen Auge. Lediglich die Stimmgebung für die Kinder konnte mich persönlich nicht ganz überzeugen. Alle anderen Stimmen waren phantastisch dargestellt und schön gegeneinander abgegrenzt. Insgesamt eine sehr gute Leseleistung!

Ich selbst, aufgewachsen in der DDR, kannte Paddington noch nicht. Klar hat man am Rande von seiner Existenz erfahren, aber da war ich schon dem Zielgruppenalter entwachsen. Um so schöner war es, die Geschichten um Paddington gemeinsam mit den Kindern zu entdecken.Sie eignen sich perfekt für das Kindergartenalter zwischen 3 und 6 Jahren.

Das Hörbuch „Die schönsten Geschichten von Paddington“ von Michael Bond ist erschienen beim DAV und unter der ISBN 978-3862318933  beim bevorzugten Hörbuchdealer erhältlich.



Mittwoch, 7. September 2016

Bitte nicht öffnen. Bissig!




Nemo (Spitzname von Nepomuk) bekommt ein ominöses Päckchen mit folgender Anschrift: An Niemand!, Wo der Pfeffer wächst, Am Arsch der Welt. 




Der pfiffige Postmann ist überzeugt, dass Nemo der einzig in Frage kommende Empfänger dieses Päckchens sei. Seine ängstliche Mama verbietet, das Päckchen zu öffnen und bittet ihn, es am nächsten Tag zur Post zu bringen. Aber natürlich siegt die Neugier. Mit seinem Freund Fred öffnet er das Paket und zum Vorschein kommt ein Yeti-Kuscheltier. Und dann beginnt es im kleinen Städtchen Boring zu schneien und das mitten im Sommer. Der kleine Yeti erwacht zum Leben und wächst bis über 2m. So passt er natürlich in kein Paket rein. Die Suche nach der Herkunft des Yetis beginnt. Denn ein Absender stand natürlich nicht auf dem Päckchen.

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Das Cover in Paketoptik hat ein Loch, wo ein Auge durchschaut. Auf der Innenseite sieht man dann den kleinen Yeti.



Des Weiteren gibt es eine Übersichtskarte über das kleine Städtchen Boring und Umgebung, wo der Leser alle Handlungsorte wiederfinden kann. Solche Karten interessieren meinen großen Räuber ganz besonders und es wird immer wieder nachgeschlagen. 



Das Buch hat, wie meistens bei der Altersklasse ab 8 Jahre, einige schwarz-weiß Bilder. Diese sind aber sehr schön gestaltet.



Die Sprache des Buchs ist modern und in den Dialogen sehr umgangssprachlich. Die Hauptcharaktere Nemo, Fred und Oda haben jeder ihre kleinen alterstypischen Probleme (z.B. erste Schwärmereien, Eltern, die viel unterwegs sind, eine spezielle Schuldirektorin), die das Buch schön abrunden. Das Buch ist durchweg spannend, so dass man immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel lesen möchte und so waren die 240 Seiten schnell gelesen. Für Selbstleser trifft die Altersempfehlung wohl gut zu, da doch recht viel Text bewältigt werden muss, aber als Vorlesebuch ist es auch für meinen sechsjährigen Erstklässler schon sehr gut geeignet. 

Am Ende des Buchs gibt es eine Leseprobe zum zweiten Band, der „Bitte nicht öffnen. Schleimig heißt.“ Nemo bekommt wieder ein Päckchen und diesmal ist einer dieser Glibberbecher mit grünen Schleim drin. Diese Leseprobe klingt sehr interessant, ABER der Band soll erst im Herbst 2017 erscheinen, was meinen großen Räuber dann doch betrübt hat. Ein Jahr ist für einen Sechsjährigen doch eine lange Zeit. 


Nun noch die Meinung des großen Räuberkinds (6): „Das Buch ist sehr lustig und auch spannend. Da schneit es im Sommer und die Schule muss ausfallen. Man möchte immer weiterlesen und wissen, was als nächstes passiert. Das Icy-Monster spricht immer so lustig, wie ein kleines Baby. Aber es ist doof, dass es das Buch mit dem Schleim noch nicht gibt.“

„Bitte nicht öffnen. Bissig!“ von Charlotte Habersack ist beim Carlsen Verlag erschienen, 240 Seiten dick und für 9,99 EUR erhältlich. ISBN 978-3551652119