Samstag, 23. Dezember 2017

Drei sind keiner zu viel


Der Bär und das Murmeltier sind beste Freunde und treffen sich jeden Nachmittag zum Spielen. An einem kalten Wintertag meint der Bär beiläufig zum Murmeltier, dass auch die Ente heute zum Spielen komme. Das Murmeltier aber mag die Ente nicht. Es will ganz allein mit dem Bären spielen. Also hängt es heimlich ein Schild an die Tür: " Bitte nicht stören! Wir sind nicht zu Hause!" Die schlaue Ente klopft trotzdem, um nämlich zu fragen, wie man denn stören könne, wenn ohnehin niemand im Haus wäre. Darauf meint das Murmeltier, sie wären da, aber nicht richtig. "Wir sind Gespenster" schreibt es nun auf das Schild. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wenn das Murmeltier das mal vorher gewusst hätte.


Ich weiß noch aus meiner Kindheit wie eifersüchtig ich immer war, wenn meine beste Freundin mal mehr mit jemand anderen gespielt hat. Auch hier geht es um das Thema, einen besten Freund nicht nur für sich allein zu beanspruchen, sondern auch Spaß zu dritt oder in der Gruppe zu haben. Neben Eifersucht sind auch Angst, einen Freund zu verlieren und Vorurteile gegenüber anderen ein Thema. Aber auch die Angst vor Dingen, die nicht existieren, wie z.B. Gespenstern ist ein interessanter Aspekt, über den wir uns im Anschluss an das Buch unterhalten haben. Die meisten Dinge, die einen erschreckenden ersten Anblick bieten, entpuppen sich als etwas völlig harmloses. 


Die Geschichte lebt von den Charakteren, mit denen man gut mitfühlen kann, aber die auch witzig dargestellt werden. Die Gesichtsausdrücke der Figuren sind sehr lustig illustriert und es macht Spaß diese schönen Aquarelle zu betrachten. Ganze 48 Seiten ist das Bilderbuch lang und eignet sich für Kinder ab etwa 4 Jahren. 


"Drei sind keiner zu viel" von Eulàlia Canal, illustriert von Rocio Bonilla, erschienen im Ellermann Verlag, ist für 15 EUR unter der ISBN 978-3770700035 im Buchhandel erhältlich.


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